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Im Jahre achzehnhundert und siebenzig den acht-
undzwanzigsten Januar, zu Brig, haben nachstehende
Parteien folgenden gehörig über eingekommenen Akkord
geschlossen. nähmlich der geehrte Josef Anton Michlig
Sohn Josefs handelnd im Namen seiner Schwester Anna
Maria Michlig wohnhaft beide in der Schlucht
Brigerbergs, verkauft dem ehrenden Josef Anton
Glaisen, Sohn Josefs, in Lingwurm Brigerberg eine
Kuh um den Preis von zweihundert Bundesfranken
zahlbar samt Zins 5 % so von St. George 1870 an
auf zwei Jahren dagegen einsetzt gemeldeten Glaisen
als Hypothek ein Stück Baumgarten von ungefähr
etwas mer als einem halb Fischi , gelegen in der
Schlucht und angehörend der Gatin Glaisen, welche ihrem
gänzliche echte Einwilligung dazu gibt, so das keine
Wiederrede dabei ist noch sein wird. Dieses Stück Baum-
garten angrenzt östlich an dem Kirchweg, südlich an
Josef Blatter, westlich an Peter Gemment, nördlich an
die Wasserfuhr. all der genannt Bachtola für frei
und ledig, sollte nach Verlauf der zwei Jahren die
obige Summe samt Zinsen nicht bezahlt werden, so hat
Verkäufer das Recht die gesetzte Hypothek zu
greifen laut Schatzung. Übrigens bleibt die Nutzniessung
zugunsten des oben genannten Glaisen Zeit dieser
gesetzten Frist, geschehen von dato und Art wie oben
unter beiderseitiger Einwilligung für was sich die Par-
teien und Zeugen eigenhändig unterschreiben
Josef Anton Michlig, Josef Anton Glaisen.
Eliot Brüdlen, Zeuge
Anton Nellen, Zeuge
Es ist jedoch umgehend das dieser Akt so zu verstehen, dass nicht
Josef Anton Glaisen Ankäufer der gedachten Kuh
ist, sondern dessen Gattin Philomena Eier und das
auch dieselbe die obgedachte Hypothek einsatz begleitet
und anklarisiert zu diesem Akt von ihrem gedachten
Ehegatten, geschehen unter gleichen Datum wie oben
und von der Ankäuferin und ihrem Ehegatten eigen-
händig unterzeichneten
Brig, den 28 ten Januar 1870
Gut für zweihundert Franken
Josef Anton Glaisen
Vorgelegt worden in der Amtsstube zu Brig
28 ten Januar 1870 und eingeschrieben unter
der Nr. 13.945
Der Hyptheken Verwahrer
subst. Ferdinand Inalbon
Gebühr 50 cts.
Ersatz für Abschrift 35 cts.
85 cts.
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