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Von Mühlebach nach Ruden

Clausen/Glaisen

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Geschichte


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Leben und Wirken unserer Vorfahren:


Die Auswanderer

Sagen und Geschichten

Von Mühlebach nach Ruden

Strassen, wie wir sie heute kennen, standen Johann Clausen zur damaligen Zeit noch nicht zur Verfügung. Der Transport von Personen und Gütern wickelte sich aber schon seit langer Zeit auf Saumwegen ab. Dies waren meist an die 2 bis 3 Meter breite, grossenteils mit Steinen (Bickini) gefestigte Wege. Diese Wege verbanden die für den Handel bedeutenden Ortschaften miteinander und schlängelten sich teilweise in atemberaubender Streckenführung über die höchsten Alpenpässe. Einen solchen Weg benutzte unser Vorfahr, um nach Brig zu gelangen. Es war die sogenannte "Heerstrasse", die vom Wallis durch das Binntal, über den Albrunpass ins Pomatt und in das Herzogtum Mailand führte.

(Ein Teil dieses Weges ist heute noch gut sichtbar. Vor allem die Strecke zwischen Binn durch die Twingen, zur alten Bogenbrücke über die Binna und weiter Richtung Grengiols. Er dient heute noch als beliebter Wanderweg.)

In Brig begann der berühmte Stockalperweg, der über Lingwurm, Brey, durch den Riederwald hochstieg bis in den Chalchofen. So wurde die Saltinaschlucht umgangen. Weiter führte der Weg in den Gantergrund, durch das Tal der Taferna auf den Simplonpass, von dort über Gampisch, Eggen und Simpelen hinunter nach Gstein und Algaby (Gabi). Im Algaby bestand die Möglichkeit, entweder auf einem schmalen Weg durch die furchterregende und gefährliche Gondoschlucht, oder aber über den Feerberg ins Zwischbergental zum Ziel nach Ruden (Gondo) zu reisen.

(Dieser Weg wurde 1992-94 vom Ecomuseum Wallis in seiner ursprünglichen Form wiedererstellt.)

Eine zweite Möglichkeit, um zu dieser Zeit von Mühlebach ins Simplongebiet zu gelangen, war der oft benutzte Saumweg vom Binntal über den Saflischpass ins Gantertal. Dort traf man auf den zuvor beschriebenen Stockalperweg. Diese Strecke war mit Sicherheit kürzer, aber nicht minder streng, da bis zum Ziel in Gondo 2 Pässe überquert werden mussten. Dazu kam, dass der Weg über den Saflischpass im Winter kaum begehbar war.

Welchen dieser Wege unser Vorfahr letztendlich benutzt hat weiss ich nicht. Ich vermute jedoch, dass er die Strecke öfters bewältigt hat und sich je nach Transportmittel, Reisegrund, mitgeführtem Transportgut und Jahreszeit für die günstigste Route entschieden hat.

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Der Dorfeingang von Gondo an der Simplonstrasse um 1810. Als Vorlage für die Zeichnung diente eine Radierung von Désiré Raoul-Rochette aus dem Jahr 1822.

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